Von Rehabilitation bis Vermeidung

Rehabilitation: Bestmögliche Wiederherstellung der Gesundheit bzw. weitere Verbesserung und Erhaltung des Behandlungsergebnisses sowie Reintegration in aktive Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben und dadurch Wiedererlangung zufrieden stellender Lebensqualität.

Rehabilitationsmanagement: Zentrale Koordinierung aller geeigneten Maßnahmen, die in ihrer Gesamtheit zum Rehabilitationsziel beitragen. Da der Rehabilitationsprozess von einer Vielzahl von verschiedenen Bedingungen (u. a. versicherungsrechtliche, medizintechnische, betriebsorganisatorische) mitbestimmt wird, können hier auch sehr unterschiedliche Maßnahmen im individuellen Fall zur Anwendung kommen.

Selbstheilung: Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte, die körperliche und seelische Verletzung selber heilen können. Ähnlich wie bei einer Schnittwunde, die der Körper in wenigen Tagen selber heilen kann, können auch seelische Verletzungen innerhalb eines Zeitrahmens selber verheilen.

Trauma: Trauma (griechisch) bedeutet Wunde oder Verletzung. Ein psychisches Trauma oder Psychotrauma bezeichnet die psychische / seelische Verletzung, die aufgrund der Erfahrung eines extrem belastenden bzw. lebensbedrohlichen Ereignisses (Katastrophen, schwere Unfälle, Gewaltverbrechen oder Krankheiten etc.) entstehen kann.

Traumafolgeerkrankungen: Gelingt die Verarbeitung traumatischer Erfahrungen nicht, können die akuten Belastungsreaktionen chronifizieren und im weiteren Verlauf zu so genannten Traumafolgestörungen führen. Mittlerweile sind neben der akuten Belastungsreaktion und der Posttraumatischen Belastungsstörung noch weitere Traumafolgestörungen ermittelt worden: Angsterkrankungen, Somatisierungstörungen, Persönlichkeitsstörungen, depressive Störungen, dissoziative Störungen, Essstörungen, Substanzmißbrauch/-abhängigkeit und auch körperliche Erkrankungen.

Traumatherapie: Psychotherapie, die speziell auf die Verarbeitung von psychischen Traumata fokussiert. Grundsätzlich besteht die Traumatherapie aus drei Phasen: Stabilisierung, Traumabearbeitung bzw. Traumaexposition (die mit verschiedenen Techniken durchgeführt werden kann) und Integration der traumatischen Erfahrung in den persönlichen Lebenskontext.

Übererregung (Hyperarousal): Hierunter fallen eine Reihe von andauernden psychovegetativen Erregungsphänomenen wie starke Angst, Schreckhaftigkeit, Beklemmung, Konzentrations- und Schlafstörungen, Verspannungen und andere. Eines der drei Kernsymptome von psychischen Traumata.

Vermeidung (Avoidance): Reize, die mit dem traumatischen Ereignis verbunden sind, werden anhaltend vermieden. Gedanken, Gefühle, Gespräche, Situationen, Aktivitäten und Personen, die die Erinnerung an das traumatische Ereignis wachrufen, werden anhaltend vermieden. Eines der drei Kernsymptome von psychischen Traumata.