Traumatische Ereignisse, wie Überfälle oder schwere Unfälle, oder persönliche Krisensituationen, die beispielsweise durch Trennungen oder Todesfälle ausgelöst werden, können der Ausgangspunkt für die Entwicklung von anhaltenden psychischen Störungen sein und entsprechend zu starken Beeinträchtigungen im privaten und beruflichen Bereich führen. Durch eine frühzeitige Intervention kann hier negativen Entwicklungen entgegengewirkt werden.
Traumatische Ereignisse
Akute Belastungsreaktionen nach traumatischen Ereignissen zeigt jeder Betroffene. Diese Belastungsreaktionen klingen gewöhnlich nach wenigen Tagen und Wochen ab. Bei einem Teil der Betroffenen können diese posttraumatischen Symptome aber anhalten und zur Entwicklung einer dauerhaften Traumafolgestörung, z.B. einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), führen.
Für die Akutversorgung von Traumatisierten hat sich das HPC-Konzept der psychologischen Akutintervention bewährt, das sich auf die Aufklärung der Betroffenen, die Stabilisierung und die Einschätzung des Risikos für die Entwicklung von Traumafolgestörungen konzentriert. Über eine bedarfsorientierte individuelle Nachsorge wird das Risiko für Traumafolgestörungen nachweislich reduziert.
Über eine 24-h-Hotline sind die Experten von HPC erreichbar, um den Betroffenen kurzfristig vor Ort zur Verfügung zu stehen. Durch die langjährige Arbeit mit Akuttraumatisierten verfügen die Psychologen von HPC über eine besondere Kompetenz in diesem Bereich - die Psychologen von HPC haben mittlerweile mehrere Tausend Opfer von Gewaltverbrechen und Unfällen beraten und nicht nur die Rückmeldungen von Betroffenen und Auftraggebern, sondern auch eine wissenschaftliche Evaluation unserer Arbeit bestätigt uns, dass unser Angebot dazu beiträgt, traumatische Erfahrungen schneller und nachhaltiger zu verarbeiten.
Die Module der psychologischen Akutintervention umfassen:
- Psychoedukation (umfassende Aufklärung über Symptomatik, Verlauf, Dauer etc.)
- Stabilisierung (Ressourcenaktivierung und imaginative Techniken)
- Risikoeinschätzung (anhand von validierten Risikofaktoren und testdiagnostischen Maßnahmen)
- Individuelle Nachsorge (abhängig von Symptomprofil und -schwere sowie vorhandener Ressourcen). Betroffene mit einem hohen Risiko für PTBS werden umgehend in fachgerechte Behandlung vermittelt; weniger riskierte Betroffene werden im Nachsorgeverfahren in ihrem Selbstheilungsverlauf individuell unterstützt.
Auch in persönlichen Krisensituationen, die nicht die Ereignisschwere von traumatischen Erfahrungen aufweisen, die von dem Einzelnen aber als eine existentielle Bedrohung erlebt werden, können die Psychologen von HPC durch lösungsorientierte Krisenberatungen zu einer schnellen und effektiven Bewältigung beitragen. Die Interventionen richten sich nach den individuellen Umständen - sowohl inhaltich, als auch was den Umfang betrifft.
Wesentliche Elemente der Krisenberatung sind:
- Krisen- und Problemanalyse
- Analyse der individuellen Bewältigungsstrategien
- Stabilisierungstechniken
- Ressourcenaktivierung
- Erarbeitung alternativer Lösungen
- Begleitung bei der Krisenbewältigung






